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Egal ob man ein Bild aufhängen oder eine Mauer errichten möchte – gerade muss es immer sein. Da man sich bei solchen Arbeiten aber lieber nicht auf sein eigenes Augenmaß verlassen sollte, gibt es Wasserwaagen. Mit Hilfe dieses Werkzeugs kann die horizontale und vertikale Ausrichtung von Objekten bestimmt werden – Das Angebot von Wasserwaagen umfasst außerdem solche, die zusätzlich auch den Neigungswinkel anzeigen. Somit sind Wasserwaagen unverzichtbar, sei es auf der Baustelle, im Haushalt oder in der Kunstgalerie. 

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    Bauart einer Wasserwaage 

    Bereits die alten Ägypter bedienten sich des Wassers, um ihre Pyramiden im richtigen Winkel zu errichten. Allerdings mussten sie dafür Gräben graben und mit Wasser füllen – heutzutage geht es zum Glück einfacher. Bereits ab Mitte des 17. Jahrhunderts waren Wasserwaagen erhältlich. Seitdem hat sich im Prinzip – außer kleinen Verbesserungen – nicht viel an Funktion, Bauart und Angebot verändert. Im Grunde besteht jede Wasserwaage aus ein bis drei Stück Libellen, die in einen unterschiedlich langen Block – dem Profil – eingebettet sind. Die Flächen, mit denen die Wasserwaage am Objekt aufgelegt wird, bezeichnet man als Messflächen.  

    Die Libelle – das Herz einer jeden Wasserwaage 

    Dies ist das Kernstück des Tools. Es handelt sich dabei um einen mit einer Flüssigkeit gefüllten, leicht gekrümmten Hohlraum, in welchem eine Gasblase schwimmt. Durch den Auftrieb befindet sich diese Blase bei gerader Unterlage immer an der höchsten Stelle des Hohlraums, also in der Mitte. Dies bezeichnet man als Normalpunkt. Der Spielpunkt ist jener Punkt, an dem die Blase liegt, wenn die Achse nicht gerade ist. Soll also ein geplantes Bauprojekt auch wirklich gerade werden, sollte der Spiel- mit dem Normalpunkt identisch sein. Gute Wasserwaagen haben die Fähigkeit zur Überkopfmessung, man kann damit also Objekte ausmessen, auch wenn das Werkzeug kopfüber gehalten wird.
    Wurde früher in Wasserwaagen auch wirklich Wasser als Flüssigkeit verwendet, so sind nun meist Werkzeuge im Angebot, die mit Ölgemischen oder Ethanol gefüllt sind. So sind die Messgeräte weniger empfindlich gegenüber Wärme und UV-Strahlung – denn diese könnten die Messergebnisse verfälschen. Die Blase kommt durch einen einfachen Mechanismus in die Libelle: Die verwendete Flüssigkeit wird in heißem Zustand eingefüllt, bis der Glaskörper voll ist. Anschließend wird dieses Stück sofort verschmolzen. Durch das Abkühlen zieht sich die enthaltene Flüssigkeit zusammen – und schon ist eine Blase entstanden. 

    Materialien

    Meist werden Wasserwaagen aus Aluminium oder Kunststoff hergestellt. Manchmal kommt auch Holz zum Einsatz, allerdings sollte hierbei darauf geachtet werden, dass es sich um Hartholz handelt, welches wasserunempfindlicher als herkömmliches Holz ist. Bei zu weichem Holz könnte sich die Wasserwaage verziehen und das Stück wäre somit unbrauchbar. Je schwerer das verwendete Material ist, desto genauer fällt am Ende auch die Messung aus. Dies schlägt sich natürlich auf den Preis nieder. Zusätzlich sollte man beim Kauf immer auch abwägen, wie genau das Werkzeug sein soll und wie handlich es dabei dennoch sein muss – das Angebot ist hierbei vielfältig und auf alle unterschiedlichen Bedürfnisse ausgelegt.  

    Lang, länger, am längsten

    Wasserwaagen gibt es in den verschiedensten Längen, von einigen Zentimetern bis zu über zwei Metern ist alles möglich. Mit so einer Länge kann locker überprüft werden, ob die geplante Gartenmauer auch wirklich akkurat horizontal wird. Dabei gilt: Je länger und schwerer die Waage, desto genauer misst sie auch – sowohl vertikal als auch horizontal. Allerdings sollte man hier auch immer den Nutzen abwägen – es sind so viele verschiedene Tools im Angebot, dass für kleinere Arbeiten niemand eine unhandliche, meterlange Wasserwaage zu kaufen braucht … 

    Messgenauigkeit

    Das Angebot an Wasserwagen bewegt sich in den unterschiedlichsten Preissegmenten und das nicht ohne Grund. Wenn auch alle Waagen nach dem gleichen Prinzip arbeiten, so unterscheiden sie sich doch hinsichtlich ihrer Messgenauigkeit. Ein günstiges Stück mag für den einfachen Hausgebrauch völlig ausreichend sein. Wer jedoch ein größeres Bauprojekt plant, sollte dazu bereit sein in eine qualitativ hochwertige Wasserwaage zu investieren.
    Die Messgenauigkeit für horizontale und vertikale Messungen kann mittels zwei verschiedener Werte angegeben werden: in Millimeter (mm/m) oder in Grad. Der angegebene Wert bezieht sich dabei immer auf den maximal möglichen Messfehler auf der Länge, die exakt der absoluten Länge der Wasserwaage entspricht. Das bedeutet: Ist die Waage 50 Zentimeter lang, dann gilt der angegebene Wert auch nur bei einer Messung von 50 Zentimetern, nicht etwa auch bei einer Messung von 10 Zentimetern. Der Wert bezieht sich auf die Messung in Normallage und auch immer auf den Neuzustand, da Wasserwaagen bei unsachgemäßer Lagerung in Mitleidenschaft gezogen werden können. Auf guten Werkzeugen befindet sich zumeist ein Gütesiegel, welches die Messgenauigkeit offiziell bescheinigt.
    Die Genauigkeit der einzelnen im Angebot erhältlichen Waagen hängt von der Qualität der verwendeten Materialien ab: vom Körper der Wasserwaage, wie glatt die Kante ist, mit der die Waage aufgelegt wird und besonders von der Qualität der Libelle und davon, wie präzise dieses Stück eingearbeitet ist.
    Der Parswert bezieht sich dabei auf die Empfindlichkeit der Libelle. Je größer der Radius dieses Stücks ist, desto genauer fällt die Messung aus. Die Angabe Pars steht für den Wert, um den man die Waage neigen muss, damit sich die Blase im Inneren um 2 Millimeter verschiebt.
    Im Handel befinden sich heutzutage meist Werkzeuge mit einer Genauigkeit von 0,5 bis 1 Millimeter im Angebot. 1 Millimeter entspricht einem Winkel von 0,057 Grad.  
    Überkopfmessungen sind meist etwas unpräziser. Wird in Normallage beispielsweise ein Wert von 0,5 Millimeter erreicht, kann der Wert bei Überkopfmessungen 0,75 Millimeter betragen.
    Wer sehr präzise und exakte Messergebnisse benötigt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass Qualität ihren Preis hat. 

    Wie kann ich feststellen, ob meine Wasserwaage noch genau misst?

    Was tun, wenn das gute Stück schon lange nicht mehr in Betrieb war und man gerne wissen möchte, ob es noch genau misst oder ob man doch lieber eine neue Wasserwaage kaufen sollte? Dafür dreht man die Waage einfach um 180 Grad und setzt sie auf dieselbe Fläche auf – weist die Blase wieder dieselbe Neigung auf, so ist die Waage noch voll funktionstüchtig und einsatzbereit.  

    Die richtige Lagerung

     
    Bei einer falschen Lagerung dieses Werkzeugs kann nicht mehr davon ausgegangen werden, dass die Messergebnisse der Realität entsprechen. Man sollte – vor allem bei Wasserwaagen aus Holz – darauf achten, dass die Waagen keinen starken Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Das empfindliche Stück Holz könnte dabei verzogen werden und das Messgerät wäre unbrauchbar.
    Aber auch wenn Aluminium oder Kunststoff als Materialien für den Körper dienen, sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Obwohl heutzutage Flüssigkeiten verwendet werden, die eine hohe Beständigkeit gegenüber UV-Strahlungen und direktem Sonnenlicht aufweisen, kann eine zu hohe Belastung damit dennoch dazu führen, dass die Messergebnisse verfälscht werden.  

    Welche Arten von Wasserwaagen gibt es? 

    Es gibt verschiedene Arten von Wasserwaagen im Angebot. Je nachdem welche Aufgaben man mit dem Gerät bewerkstelligen will, empfiehlt sich eine andere. Hier ein Überblick über die gängigsten Modelle. 

    Maurerwaage 

    Dies dürfte der bekannteste und am weitesten verbreitete Vertreter sein. Den Namen Maurerwaage hat dieses Stück auch deshalb, weil sie besonders von Maurern genutzt wird. In den Körper der Waage ist mindesten eine Libelle eingefasst, üblicher sind aber zwei Stück. Eine Libelle ist meist quer zur anderen ausgerichtet. Somit ist es möglich, nicht nur horizontal, sondern auch vertikal zu messen. Manche Maurerwaagen verfügen zusätzlich noch über eine dritte Libelle: Damit sind auch Messungen von Neigungswinkeln möglich, meist kann ein Winkel von 2 bzw. 45 Grad ausgemessen werden. Benötigt wird dies beispielsweise beim Einbau von Abflussrohren. Wer flexiblere Winkelmessungen benötigt, sollte auf ein Gerät zurückgreifen, bei welchem sich die Libelle drehen lässt. So kann man selbst die gewünschten Winkelwerte einstellen.  

    Schnurwasserwaage 

    Von der Konstruktion her ist dieser Typ mit einer Maurerwaage vergleichbar, verfügt aber zusätzlich über zwei Aufhängungen. Damit kann die Waage an einer Schnur befestigt werden und beispielsweise die horizontal gerade Errichtung von Mauern messen. Allerdings sollte man sich auf diese Waage nicht zu sehr verlassen, da die Messergebnisse durch eine durchhängende Schnur beeinflusst werden können.  

    Kreuzwasserwaage 

    Ein kleines, handliches Stück aus der Familie der Wasserwaagen. Besonders geeignet sind diese Waagen für das Justieren von Haushaltsgeräten, größere Arbeiten sollten nicht damit durchgeführt werden.  

    Pfostenwasserwaage 

    Diese Art von Wasserwaage ist speziell dafür gedacht, eckige Pfosten richtig zu setzen. Sie besteht aus zwei Teilen, welche durch ein Scharnier miteinander verbunden sind – der Pfosten kann damit umschlossen und vermessen werden. 

    Digitale Wasserwaagen

    Bei digitalen Wasserwaagen handelt es sich um ein Zusammenspiel von analogen Libellen und einer digitalen Anzeige der Messergebnisse. Das bedeutet, die Messung erfolgt wie bei herkömmlichen Geräten analog, allerdings kann das erhaltene Messergebnis viel einfacher – und somit auch genauer, da menschliche Fehleinschätzungen ausgeschlossen sind – digital abgelesen werden. Die Anschaffungskosten für eine digitale Waage sind meist höher. 

    Laserwasserwaagen 

    Hier kommt anstatt einer Libelle moderne Lasertechnik zum Einsatz. Aus diesem Grund sind die Messergebnisse meist genauer. Allerdings sollte auch hier auf die Qualität der Waage geachtet werden. Wurden die einzelnen Bestandteile des Stücks nämlich nicht fachgerecht verbaut, so sind Abweichungen von bis zu 1 Millimeter möglich. Wer sich also eine Laserwasserwaage zulegen möchte, sollte nicht am Preis sparen.
    Ein weiterer Vorteil von Laserwasserwaagen: Besitzen diese einen Nivellierteller, können auch Höhen spielend leicht übertragen werden. Gute Wagen erreichen hierbei Werte von 30 bis 40 Metern und können, im Gegensatz zu Nivelliergeräten, auch von einer einzelnen Person bedient werden.    

    Bei Skillers die richtige Wasserwaage finden 

    Im Skillers Onlineshop finden Sie eine große Auswahl an Wasserwaagen in den unterschiedlichsten Preisklassen. Dabei reicht das Spektrum von 10 Euro bis hin zu 239 Euro pro Stück. Beim Kauf sollte man sich immer folgende Punkte überlegen:   

    • Für welche Arbeiten benötige ich die Wasserwaage? 
    • Wie viele Libellen sollen in der Waage enthalten sein?
    • Wird die Waage nur für kleine, alltägliche Arbeiten im Haushalt benötigt, ist eine leichte, handliche und eher günstige      Wasserwaage meist ausreichend.

    Sollen präzise Arbeiten durchgeführt werden oder müssen sehr lange Objekte vermessen werden, empfiehlt sich definitiv der Griff zu einem teureren Modell