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Der Zollstock darf in keinem Haushalt oder Handwerksbetrieb fehlen. Er ist in verschiedenen Materialien und Farben erhältlich und ist mit verschiedenen Maßeinheiten bedruckt. Vor dem Kauf des idealen Zollstocks für Ihre Anforderungen gibt es jedoch noch einiges zu beachten. Informieren Sie sich in dieser Rubrik ausführlich über die Eigenschaften dieses wichtigen Tools und passen Sie Ihren Gliedermaßstab auf Ihre Bedürfnisse an. 

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    Der Zollstock hat viele Namen 

    Das klassische Messgerät hat viele Namen: Meterstab, Metermaß, Doppelmeter, Gliedermaßstab, Klappmeter, ganz offiziell Gliedergelenkstabmaß oder einfach nur Maßstab. In Sachsen wird es auch "Schmiege" genannt, obwohl dieser Begriff eigentlich ein anderes Messwerkzeug bezeichnet. In Schweden produzierte Exemplare werden auch als "Schwedenmeter" bezeichnet. Der am geläufigsten verwendete Name "Zollstock" kommt daher, dass entsprechende Maßstäbe im Altertum und im Mittelalter in Zoll unterteilt waren. Ein Zoll entsprach in der römischen Antike etwa der Breite eines Daumens. In deutschen Landen im Mittelalter war es dagegen der 12. Teil eines Fußes. Spätestens seit 1872 sind Zollstöcke in Deutschland durchgehend metrisch geeicht. Der geläufige Name hat sich jedoch im Volksmund erhalten. 

    Die Entwicklung des Zollstocks über die Jahrhunderte 

    Schon im alten Rom wurden Maßstäbe in verschiedenen Ausführungen verwendet. So gab es Falt- und Klappmaßstäbe in unterschiedlichen Längen und Materialien wie zum Beispiel Holz, Bronze oder Messing. Im Laufe der Jahrtausende wurde das Werkzeug immer wieder neu definiert und standardisiert. Ende des 19. Jahrhunderts erfand in Maikammer (Rheinland-Pfalz) ein gewisser Gustav Ullrich zusammen mit seinem Bruder die heute gebräuchliche Mechanik mit einrastenden Federgelenken zum Zusammenfalten der Glieder. Im Gedenken daran befindet sich im Ort ein überdimensionaler Zollstock. Etwa zur gleichen Zeit fand in Schweden die Umstellung von schwedischen Maßeinheiten wie dem "Tum" (Daumen) zum metrischen System statt. Der schwedische Architekt Karl-Hilmer Johansson Kollén wollte bei der Umstellung helfen und entwickelte einen Maßstab, der sowohl die alte Skala in Daumen als auch die neue Meterskala abbildete. Da dieser Meterstab aber unhandlich war, erfand der Architekt kurz darauf den ersten zusammenklappbaren Zollstock, den er 1883 der Öffentlichkeit vorstellte. Aus seiner Zollstockfabrik entwickelte sich später die Hultafors AB, die noch heute der Weltmarktführer und die einzige Marke in Schweden ist, die Gliedermaßstäbe herstellt. Die erste Definition des Zollstocks in Deutschland, die grundsätzlich dem Gliedermaßstab in seiner heutigen Form entspricht, wurde 1911 erarbeitet: Demnach ist ein Gliedermaßstab ein "Zusammenlegbarer Maßstab aus Holz (Endmaß) von 2 m Länge mit Drehgelenken, durchweg in Millimeter geteilt, mit leichten, an den Seiten offenen Kappen versehen". Ein späteres Gesetz erlaubte schließlich, auf dem Meterstab neben der metrischen Einteilung auch eine andere Einteilung abzubilden. In der Regel wird der Inch aus dem angloamerikanischen Maßsystem abgebildet. Inch wird dabei ins Deutsche mit "Zoll" übersetzt. 

    Wie ist ein Gliedermaßstab aufgebaut? 

    Es gibt verschiedene Ausführungen des Tools, die im Detail voneinander abweichen. Folgend wird der Aufbau der in Deutschland am häufigsten anzutreffenden Variante beschrieben:  

    • 2 Meter im ausgeklappten Zustand
    • 10 Glieder aus Holz, Kunststoff oder Metall mit jeweils 23 bis 25 Zentimetern Länge
    • genietete Scharniere aus Metall oder Kunststoff
    • Unterteilung in Millimeter und Zentimeter
    • Dezimeter-Zahlen in roter Farbe, alle übrigen Zahlen und Markierungen sind schwarz
    • Vermerk zur Genauigkeitsklasse, EU-Zulassungsnummer, Hersteller und Gesamtlänge an einem Ende des Gliedermaßstabs

    Abweichende Versionen können zusätzlich eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aufweisen:  

    • 1 Meter, 3 Meter oder 4 Meter Länge im ausgeklappten Zustand
    • andere Anzahl an Gliedern, die jeweils kürzer oder länger als beim 2m Modell sein können
    • zusätzliche Einteilung in Inches (Zoll)
    • zusätzliche Einteilung in entgegengesetzter Richtung
    • Winkelgradeinteilung entlang eines Glieds oder am Ende eines Glieds
    • anderweitige Skalierung für Spezialfälle
    • verdeckte Scharniere

    Die Genauigkeitsklasse 

    Die EU-Richtlinie 2004/22/EG über Messgeräte normiert die Spezifikationen verschiedener Messgeräte, darunter auch Werkzeuge zur Messung von Längen. Die in dieser Richtlinie definierten Normen gelten in der gesamten EU und wurden in der neueren EU-Richtline 2014/32/EU beibehalten. Jedes in der EU verkaufte Messgerät muss den Bestimmungen dieser Richtlinie entsprechen. Für Gliedermaßstäbe gelten die Bestimmungen im Anhang XI "Geräte zur Messung von Längen und ihrer Kombinationen (MI-009)" der EU-Richtlinie. Die dort angegebenen Genauigkeitsklassen geben an, wie stark die tatsächliche Länge des Messgeräts von der vom Hersteller angegebenen Länge abweichen darf. Für Längenmessgeräte wie das Maßband oder den Zollstock gibt es drei Genauigkeitsklassen:  

    • Klasse I: 0,125 %
    • Klasse II: 0,25 %
    • Klasse III: 0,5 %

    Zollstöcke haben üblicherweise eine Genauigkeit der Klasse III. So darf ein 2m Zollstock um 1,4 Millimeter länger oder kürzer sein als angegeben. Die Abweichung über ein angewinkeltes Gelenk darf nicht mehr als 0,5 Millimeter betragen. 

    Aus welchem Material sollte ein Zollstock gefertigt sein? 

    Das Material Ihres Zollstocks hängt im Grunde ganz von Ihrer persönlichen Vorliebe ab. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile:  

    • Kunststoff: Diese Gliedermaßstäbe zeichnen sich durch ihre Robustheit und Wetterfestigkeit aus. Sie nehmen keine Feuchtigkeit auf und verändern ihre Länge weder bei Kälte noch bei Wärme. So verfälschen sie die Messergebnisse nicht und sind ideal für den Gebrauch in nassen Umgebungen. Die einzelnen Glieder lassen sich nur wenig verbiegen, was sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil bei der Handhabung sein kann. Wer auf Umweltfreundlichkeit Wert legt, verzichtet jedoch auf Plastik.
    • Metall: Häufig wird bei diesen Modellen Aluminium genutzt. Meterstäbe aus Metall sind widerstandsfähig gegen Hitze und Abnutzung. Zwar sind sie nahezu unzerbrechlich, aber dafür können sie leicht und irreparabel verbogen werden. Das verfälscht die Messergebnisse. Wenn der Meterstab nicht aus rostfreiem Metall hergestellt wird, kann dieser rosten und quietschen.
    • Holz: Die meisten Meterstäbe werden aus lackiertem Holz gefertigt. Nur die Scharniere sind aus Metall oder Kunststoff. Sie haben den Vorteil, dass die Glieder elastisch genug sind, um beim Verbiegen nicht sofort zu brechen. Gut verarbeitete und lackierte Holzmaßstäbe sind zwar durchaus wetterfest, sollten aber dennoch nicht zu lange Feuchtigkeit oder Flüssigkeiten ausgesetzt werden. Denn sonst kann der Stab beschädigt werden. Es kommt auch darauf an, aus welchem Holz sie gemacht sind. Meterstäbe aus gepressten Spanplatten sind billig in der Herstellung. Jene aus Buchenholz sind dicker und stabiler. Modelle aus Glasbirkenholz haben dünnere Glieder und sind elastischer.

    Warum gibt es Zollstöcke in unterschiedlichen Farben? 

    Die meisten Gliedermaßstäbe sind weiß oder gelb. Von weißen Gliedermaßstäben lassen sich die Zahlen sehr leicht ablesen. Gelbe Meterstäbe heben sich dagegen optimal von den meisten Oberflächen ab. Das ist vor allem dann praktisch, wenn der Meterstab weit ausgeklappt wird. Andere Farben sind lediglich eine Frage des persönlichen Geschmacks. 

    Welche anderen Verwendungszwecke hat ein Zollstock noch? 

    Ein Meterstab ist neben dem Maßband besonders bei Handwerksbetrieben und Baumärkten ein beliebtes Tool, der in keinem Haushalt fehlen darf. Denn Sie können ihn individuell gestalten und bedrucken lassen, solange die Maßeinheiten lesbar bleiben. Diesem Umstand ist es geschuldet, dass es besonders in Deutschland leidenschaftliche Sammler von Zollstöcken gibt. So gibt es eine Rangliste der Zollstock-Sammler mit den größten Sammlungen. Viele der dort vertretenen Personen besitzen bereits jeweils weit über 10.000 unterschiedliche Exemplare.  Der Stadtteil Köln-Zollstock hat übrigens nichts mit dem Längenmessgerät zu tun, sondern wurde nach einem kleinen Zollhaus benannt, das sich in dieser Gegend an einem Weg befand. 

    Was kostet ein Zollstock? 

    Der Preis dieses Werkzeugs hängt von der Verarbeitungsqualität, dem Material und den Zusatzfunktionen des Meterstabs ab. Die günstigsten Modelle aus dem Baumarkt sind eher schlecht verarbeitet und eignen sich nicht für den professionellen Einsatz. Modelle aus Glasbirkenholz sind in der Regel teurer als jene aus Buchenholz. Modelle aus Kunststoff siedeln sich ebenfalls in dieser Preisregion an. Am oberen Ende der Preisskala befinden sich Aluminiummaßstäbe. Es gibt diverse Hersteller, doch viele Handwerker vertrauen den Meterstäben der Marke Hultafors, die in Abstimmung auf die Bedürfnisse der Profis hergestellt werden. 

    Warum Hultafors? 

    Hultafors-Maßstäbe zeichnen sich durch eine rigorose Qualitätskontrolle gemäß ISO 9001 bei der Produktion aus. Alle Modelle erfüllen die EU-Genauigkeitsklasse III. Das Holz wird mit einem Lack auf Wasserbasis behandelt und weist somit Schmutz und Feuchtigkeit ab. Die Gelenke bestehen aus hitzebehandeltem und Epoxid-lackiertem Schwedenstahl und sind so gut vor Rost geschützt. Sie sind außerdem so hochwertig, dass man einen Hultafors-Gelenkmaßstab rund 15.000 mal falten kann, bevor der Verschleiß die Nutzung beeinträchtigt. Die Maßstäbe aus Holz werden während der Produktion zweimal mit einer Hochgeschwindigkeitskamera fotografiert. Vor dem Drucken der Skala auf das Holz werden Exemplare mit kleinen Ästen oder quer verlaufender Holzmaserung aussortiert. Nach dem Bedrucken wird die Skala selbst auf ihre Genauigkeit und klare Lesbarkeit kontrolliert. Fehlerhaft bedruckte Maßstäbe werden aussortiert. So stellt der weltweite Marktführer sicher, dass nur qualitativ einwandfreie Schwedenmeter hergestellt werden und in den Handel kommen. 

    Wo kann ich einen Zollstock kaufen? 

    Im Skillers Onlineshop können Sie Original Zollstöcke von Hultafors ganz bequem von zu Hause aus bestellen. Neben Gliedermaßstäben aus Buchenholz, Glasbirkenholz, Glasfaserverstärktem Kunststoff oder Aluminium bieten wir in der Kategorie Zollstock auch starre Meterstäbe aus rostfreiem Edelstahl an. Finden Sie jetzt Ihren Favoriten zum günstigen Preis in unserem Sortiment.