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Zerschneiden und Trennen von Drähten und Saiten – mit dem Seitenschneider stellt dies kein Problem dar. Dabei leitet sich der Name der Zange von der Anordnung der Schneiden ab, welche seitlich entlang des Werkzeugs liegen und dank der Hebelwirkung auch starke Metalldrähte schneiden können, ohne dass viel Kraft aufgebracht werden muss. Der Seitenschneider, der auch als "Saitenschneider" bekannt ist, da er zum Schneiden von Saiten verwendet werden kann, ist ein unverzichtbares Werkzeug für Elektriker und jeden, der im Rahmen seiner Tätigkeit Draht durchtrennen muss.

    Wie funktioniert ein Seitenschneider?

    Bei einem Seitenschneider handelt es sich um eine Zange, die Drähte mit Hilfe von sogenannten Keilschneiden zertrennen kann. Es handelt sich also um eine Zange mit keilförmigen Wirkflächen, deren spitz zulaufende Seiten so aufeinandertreffen, dass sie eine Schneidebewegung ausführen. Die Keilform ist hierbei essenziell für die Verwendung als Drahtschneider, da die beiden Schneiden durch ihre relative Dicke auch großen Kräften standhalten können.

    Der Seitenschneider zählt damit zur Kategorie der Trennzangen, wie auch Bolzenschneider, Kneifzangen oder Nagelzangen. Im Gegensatz zu Front- oder Mittenschneidern sind seine zwei Schneiden jedoch seitlich angeordnet, laufen also scherenartig entlang der Achse des Geräts aufeinander zu. Häufig werden diese Werkzeuge bei der Elektroinstallation verwendet, um Kabel abzutrennen und zurechtzuschneiden.

    Die Position der Schneiden

    Das definierende Merkmal des Seitenschneiders ist die Tatsache, dass seine Schneiden seitlich der Achse des Werkzeugs aufeinander zulaufen. Je nachdem, wie diese ausgeführt und positioniert sind, kann der Schnittpunkt damit weiter oder weniger weit von der zentralen Achse entfernt liegen. Damit sind diese Schneidzangen tendenziell das ideale Werkzeug, um abstehende Teile von Flächen zu entfernen, beispielsweise hervorstehende Schraubköpfe in Wänden oder Dioden von Platinen.

    Je weiter die Schneiden seitlich liegen, desto flacher können sie angelegt werden. Unterstützt wird diese Funktion bei vielen Modellen durch die seitlich geschwungene Form des gesamten Werkzeugs. Bei dieser speziellen Bauform wird der Griff so abgewinkelt, dass die Klingen flach aufliegen können, ohne, dass Griff oder Hände im Weg sind. So lassen sich selbst präziseste Arbeiten mit der Schneidzange ausführen.

    Wie der Seitenschneider vom Hebelprinzip profitiert

    Bei Zangen und Schneidzangen lassen sich durch verhältnismäßig geringen Kraftaufwand große Kräfte anwenden. Grund dafür ist das Hebelprinzip, das den Vorgang erleichtert: Bei einem Seitenschneider handelt es sich um einen zweiseitigen Hebel. Da die Schneiden dieses Werkzeugs merklich kürzer sind als der Griff, ist auch der physikalische Hebel des Griffs größer, was die Übertragung von relativ geringer Kraft zur starken Kraft der Schneiden bedingt.

    Kurze Schneidenelemente sind also für die meisten Seitenschneider ein definierendes Merkmal, denn durch diese Eigenschaft lassen sich auch dicke Drähte komfortabel durchtrennen. Ob der eigentliche Seitenschneider groß oder klein ist, tut dabei nichts zur Sache – ausschlaggebend ist nur die unterschiedliche Dimensionierung der Hebelarme.

    Die kurzen Schneiden entlang der Achse des Werkzeugs sind der Hauptvorteil des Seitenschneiders gegenüber anderen Schneidzangen. Wenn nämlich die Schneidzange so angesetzt wird, dass der Draht möglichst nah am Gelenk liegt, ist weniger Kraft notwendig, da die Hebelwirkung noch größer wird.

    Verschiedene Ausführungen und Arten

    Neben normalen Seitenschneidern, die vor allem zum Zertrennen von handelsüblichen Kabeln und mitteldünnen Drähten verwendet werden, gibt es auch sogenannte Kraftseitenschneider, mit denen besonders starke Drähte zertrennt werden können. Sie sind nach einem Prinzip konzipiert, das dem Bolzenschneider ähnelt, da sie über eine mechanische Übersetzung verfügen.

    Für den Einsatz im Bereich Elektronik und Elektrotechnik gibt es außerdem spezielle VDE-Modelle, also vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik zertifizierte Seitenschneider. Hier sind die Griffe des Seitenschneiders isoliert und erlauben damit – innerhalb eines in der Produktbeschreibung definierten Rahmens – präzises Arbeiten an Strom leitenden Kabeln oder elektronischen Gegenständen, die vor elektrostatischen Entladungen geschützt werden müssen.

    Welcher Seitenschneider für welchen Draht?

    Harte Werkstoffe problemlos abzwicken: Mit dem richtigen Werkzeug absolut kein Problem. Während Kabel und Drähte sich mit einer gewöhnlichen Schere nicht trennen lassen, kann der Seitenschneider genau diese Aufgabe bestens erfüllen. Anhaltspunkte sind hierbei die Zertifizierung nach DIN ISO 5743 und DIN ISO 5749 sowie nach DIN ISO 9654 für Schneidezangen im Elektronik-Bereich.

    Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass der jeweilige Seitenschneider auch für den entsprechenden Draht geeignet ist. Hierzu werden vier Drahtklassen unterschieden, die durch ein kreisrundes Symbol signalisiert werden:

    Drahtklasse und Symbol

    Zugfestigkeit in N/mm²

    Beispiele

    weich (1/4 gefüllter Kreis)

    220

    Kunststoffteile, Kupferdrähte

    mittelhart (2/4 gefüllter Kreis)

    750

    Stahlstifte, Nägel & Schrauben

    hart (3/4 gefüllter Kreis)

    1800

    Stahldraht, Drahtseilfaser

    Pianodraht (voll gefüllter Kreis)

    2300

    Federstahldraht, Pianosaiten

    Die handelsüblichen, nicht motorbetriebenen Seitenschneider erreichen typischerweise eine Kraft, die für weiche und in manchen Fällen für mittelharte Drähte ausreicht, für harte Drähte und Pianodrähte kommen üblicherweise Kraftseitenschneider, Bolzenschneider oder sogar motorbetriebene Varianten zum Einsatz. Zum Zerschneiden oder Abisolieren von Drähten ist ein handlicher Seitenschneider jedoch die beste Wahl.

    Seitenschneider im Set und als Sonderwerkzeug

    Kappen, greifen, abzwicken: Im handwerklichen Bereich sind häufig unterschiedliche Werkzeuge notwendig, um effizient arbeiten zu können. Wer zu Hause oder auf der Arbeit schneidende Zangen benötigt, kann sich diese auch in einem praktischen Set kaufen und dabei vor allem Geld sparen. Besonders beliebt sind Sets, die neben einem Seitenschneider auch eine Kombizange oder Flachrundzange enthalten.

    Kombizangen sind wiederum Multifunktionswerkzeuge, die Drähte sowohl greifen als auch abschneiden können. Flachzange, Seitenschneider und Rohrzange sind in einem einzigen Werkzeug integriert und können zwar eine spezialisierte Zange nicht ersetzen, bilden aber ein flexibles Werkzeug für alle Arbeiten, bei denen sonst häufig zwischen unterschiedlichen Zangen gewechselt werden müsste.

    Bei der Flachrundzange handelt es sich um ein Utensil mit langen flachen Backen, mit dem Gegenstände sicher festgehalten oder weiche von harten Drähten getrennt werden können. Zusammen stellen die drei Zangen eine optimale Grundausstattung dar, um die wichtigsten handwerklichen Tätigkeiten ausführen zu können.

    Zusätzliche Eigenschaften für Elektriker

    Neben herkömmlichen Seitenschneidern, die über alle für den heimischen und handwerklichen Gebrauch notwendigen Eigenschaften verfügen, gibt es auch noch zusätzliches Spezialwerkzeug. Insbesondere bei der Arbeit mit elektronischen Geräten sollten speziell dafür hergestellte Varianten des Werkzeugs genutzt werden.

    Abisolier-Seitenschneider

    Spezialisierte Abisolierzangen und Kombi-Zangen mit Abisolier-Elementen erleichtern das Abisolieren von Kabeln, also das Entfernen von Plastik- und Gummi-Isolierungen an elektrischen Drähten. Wichtig ist, dass der Draht oder die Litze dabei nicht beschädigt, die Isolierung allerdings sorgfältig entfernt wird. Der Abisolier-Seitenschneider verbindet die Eigenschaften eines Seitenscheiders mit denen einer Abisolierzange, sodass beide Tätigkeiten mit einem Instrument durchgeführt werden können. Es sind also zwei Werkzeuge in einem: Sie können zugleich ablängen als auch abisolieren.

    Elektronik Seitenschneider mit ESD-Kennzeichnung

    Bei Tätigkeiten im Bereich der Elektronik kann es zu elektrostatischen Entladungen kommen, die Schäden an Bauteilen anrichten können. Denn selbst wenn es für den Menschen eine scheinbar geringe Ladung ist, kann diese proportional zur Masse des Bauteils um ein Vielfaches größer sein.

    Daher sind Seitenschneider mit ESD-Schutz aus speziellem Material gefertigt: Die Griffe enthalten Zusatzstoffe, die sich durch eine geringe Leitfähigkeit auszeichnen und somit Entladungen effektiv verhindern. Elektronische Einzelteile werden damit vor Zerstörung bewahrt, wobei einschlägige Vorschriften und Normen wie DIN ISO 9654 eingehalten werden.

    Tipps für den Kauf 

    Im Skillers Onlineshop finden Sie qualitativ hochwertige Seitenschneider bereits zu einem sehr günstigen Preis. Bei der Auswahl eines passenden Modells müssen Sie vor allem bedenken, für welchen Zweck Sie das Werkzeug benötigen: Je häufiger das Werkzeug verwendet wird und je größer die typischerweise anfallenden Kräfte sind, desto robuster sollte das Schneidewerkzeug sein. Besonders für den professionellen Gebrauch zahlt sich ein höherer Preis oft in Form einer besseren Nutzbarkeit und Langlebigkeit aus.

    Woran erkennt man gute Seitenschneider?

    Wenn Sie auf der Suche nach einer Schneidezange mit möglichst flach anliegenden Schneiden für die Heimarbeit oder für professionelle Tätigkeiten sind, sollten Sie vor allem auf folgende Punkte achten:

    • sauberer, glatter Schnitt
    • Federn, die das Öffnen der Zange erleichtern
    • Klemmschutz, um Verletzungen zu vermeiden
    • möglichst gute Kraftübertragung, um Handkraft zu optimieren
    • nachstellbares Schraubgelenk
    • qualitativ hochwertige geschmiedete und ölgehärtete Schneiden

    Zudem ist ein Präzisionsschliff von hoher Bedeutung, um bei der Arbeit erstklassige Ergebnisse zu erzielen. Selbst ein kleiner Seitenschneider sollte dazu in der Lage sein, Werkstoffe wie Kupfer, Stahl und Aluminium zu zerschneiden und dabei seine Schärfe zu behalten.

    Welches Material eignet sich am besten?

    Wie hochwertig das Werkzeug ist, hängt unter anderem vom verwendeten Material der Schneiden und des Griffs ab. Denn dieses hat Auswirkungen darauf, wie langlebig das Produkt ist, wie leicht die Schneiden ihre Schärfe behalten und wie bequem das Werkzeug in der Hand liegt.

    Bei den Griffen handelt es sich meist um eine Isolierung aus Gummi, die an die Form der Hand angepasst ist. Hochwertige Griffe sollten dabei stark ummantelt sein und nicht verrutschen, da sie auch bei häufiger Verwendung den Druck auf die Hände vermindern müssen, um das komfortable Arbeiten zu erleichtern. Besonders hochwertige Seitenschneider verfügen über Griffe, die der typischen Ergonomie menschlicher Hände angepasst sind. Diese Eigenschaft kann letztlich der Unterschied zwischen schmerzenden Händen und entspannten Muskeln sein.

    Die Klingen sollten bei besonders hochwertigen Modellen aus Chrom-Vanadium-Stahl gefertigt sein. Der besonders robuste Werkstoff ist gerade unter professionellen Handwerkern sehr beliebt. Grundsätzlich gilt: Ein höherer Kohlenstoffgehalt des Werkzeugstahls macht die Klingen stabiler und gegen Abnutzungen resistent.

    Seitenschneider jetzt günstig bei Skillers kaufen

    Professionelle Erfahrung und Zusammenarbeit mit prominenten Marken macht sich bemerkbar: Skillers bietet hochwertige Seitenschneider, die durch robustes Material und eine einwandfreie Verarbeitung überzeugen. Sie entsprechen den erforderlichen DIN und ISO Normen, sind in vielen Fällen isoliert und damit für den Gebrauch im Elektro-Handwerk geeignet – und weisen auch bei regelmäßiger Beanspruchung nur geringe Verschleißerscheinungen auf.